Freitag, 29.09.2017

09:30 - 11:00

N 017

W29-04

Workshop AK Gerontologische Aus- und Weiterbildung

Moderation: E.-M. Kessler, Heidelberg

In dem Workshop soll die Diskussion des vorausgehenden AK Treffens vertieft werden.

09:30
Bedeutung von berufsbegleitender, wissenschaftlicher Weiterbildung sowie berufsbegleitenden Studiengängen im gerontologischen Kontext und daraus resultierende Bedarfe auf dem Arbeitsmarkt
W29-04-01 

M. Müller, I. Himmelsbach, C. Kricheldorff, A. Hedtke-Becker, M. Wolfinger; Freiburg, Mannheim, Benediktbeuern

Hintergrund: Im Zuge des demographischen Wandels wächst der Arbeitsmarkt im Bereich Senioren und Alter(n). Im Bereich der Pflege, aber auch im Rahmen kommunaler und trägerorientierter Altenhilfe, gilt es, angemessene Weiterbildungsinfrastrukturen zu schaffen.

  • Doch welches Fachwissen benötigt der alter(n)sbezogene Arbeitsmarkt aktuell?
  • Welche berufsbegleitenden Studien- und Weiterbildungsangebote können als Antwort auf die aktuellen Bedarfe gesehen werden?

Die Bedarfserhebung erforscht die Bedeutung von berufsbegleitenden, wissenschaftlichen Weiterbildungen oder/ und Studiengängen im das Alter(n) fokussierenden Arbeitsmarkt sowie deren Relevanz aus einem Studierenden-Blickwinkel.

Methoden: Die Bedarfserhebung wurde auf der Basis von 40 Telefoninterviews durchgeführt. Das Interview untergliedert sich in eine sozio-demografische, quantitative Kurzbefragung sowie in das qualitative Leitfadeninterview mit den folgenden Themenschwerpunkten

  • Bedeutung von wissenschaftlichen Weiterbildungen und berufsbegleitenden Studiengängen in alter(n)sbezogenen Tätigkeitsfeldern
  • Erfassung einer ersten Reaktion auf das bereits entwickelte Angebot des Verbundprojektes

Die Daten wurden mithilfe inhaltsanalytischer Methoden ausgewertet.  

Ergebnisse: Die Befragten messen berufsbegleitendem Lernen im Kontext des Lebenslangen Lernens eine große Bedeutung bei. Als Gründe werden hierfür beispielsweise die persönliche Weiterentwicklung, die Notwendigkeit, sich in seinem beruflichen Arbeitsfeld weiterzubilden sowie an aktuellen wissenschaftlichen Entwicklungen teilzuhaben, genannt. Mehrfach wird das Anliegen betont, Theorie und Praxis verknüpfen zu wollen. Im Hinblick auf die Bedeutung von online-gestütztem Lernen reicht das Interessenspektrum über die Präferenz zu E-Learning- und Fernstudienangeboten über eine Mischung von Präsenzphasen mit Blended Learning-Angeboten bis hin zu reinen Präsenzangeboten. Wenn mit dem Begriff „online-gestützten Lernen“ explizit Blended Learning gemeint ist, ist eine Zurückhaltung und in wenigen Fällen auch eine klar ablehnende Haltung zu beobachten.

Diskussion: In diesem Kontext kann zur Diskussion gestellt werden, welche Rolle Blended Learning im Kontext von wissenschaftlichen Weiterbildungen und berufsbegleitenden Studiengängen spielt und welche Bedeutung dem Präsenzlernen zukommt.

Literatur: Kessler, E.-M., Hoff, A. & Franke, A. (in Druck). Gerontologisch orientierte Studiengänge in Deutschland - eine kritische Bestandsaufnahme. Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie (Jubiläumsheft 50 Jahre ZfGG).

Zurück